Bitte kein Urlaub im Iran

Liebe zeitkritische Geister in kritischer Zeit.

Auch aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, steht heute der Iran im Focus. Insbesondere die Medien halten uns auf dem laufenden, was eine möglicherweise drohende atomare Bewaffnung betrifft. Trump weiß schon mehr und schickt seine Armada auf den Weg, oder aber er blufft. Die EU mahnt alle Seiten zur Zurückhaltung.

Darüber hinaus bewegt mich nach wie vor, dass unser Bundespräsident vor kurzem seinem iranischen Kollegen Rohani mit fröhlicher Miene die Hand schüttelte, um ihm ausdrücklich in unser aller Namen zu den Jubel- und Erinnerungsfeierlichkeiten anlässlich der Gründung des islamischen Staates Iran durch Khomeini zu gratulieren. In meinem Newsletter, Nicht in meinem Namen, Herr Steinmeier, hatte ich beklagt, dass Steinmeier in Kenntnis des iranischen Strafrechtes nach Teheran flog, welches die Kreuzigung, das Auspeitschen, die Steinigung, das Abhacken von Gliedern eines Diebes vorsieht sowie das Aufhängen von Homosexuellen praktiziert.

Wenn ich an den Iran denke, kommt mir insbesondere auch in den Sinn, dass immer mehr Iraner ihre Religion verlassen. Teils fliehen sie nach Europa, teils nehmen sie Kontakt auf zu geheimen christlichen Hauskirchen. Dies ist einerseits lebensgefährlich und zeigt andererseits die innere Not Jugendlicher und junger Familien, denen weder Allah im Koran noch Mohammed Antwort auf letzte Fragen geben und die der real existierende Islam anwidert.

Nicht nur nebenbei sei gesagt, dass gerade Muslime, welche nach langem inneren Kampf ihre Religion zu verlassen gedenken, sich gerade aus diesem Grund als Flüchtlinge u. a. nach Deutschland begeben. Und hier finden sie nun Politiker und vor allem Kirchenleute, welche dem Islam in mancherlei Hinsicht die Tore zu unserer Gesellschaft öffnen und ihm teilweise sogar huldigen! Das sollen sie dann auch noch verstehen! Dies ist ein eigenes trauriges Thema, welches ich heute nicht vertiefen will.

Vielmehr möchte ich Ihnen heute die Lektüre eines Artikels empfehlen, den die türkische Journalistin Uzay Bulut verfasste. Er ist das Ergebnis einer Recherche über die Situation von konkreten Christen im Iran. Letztlich beschreibt sie jedoch das Schicksal unzähliger Christen und vor allem suchender Muslime, welche sich in geheimen Hauskirchen treffen… und Herr Steinmeier wusste und weiß dies alles. Seine deutsche Präsidentenmaschine flog auch über das berüchtigte Gefängnis Evin in Teheran, wo Mitglieder von Hauskirchen und vor allem ehemalige Muslime wegen des Verbrechens gegen die Sicherheit des Staates einem unsicheren Schicksal entgegensehen. Schauen Sie bitte „Irans Terrorfabrik richtet sich gegen Christen“ an.

Mit nachdenklichem Gruß

Wilfried Puhl-Schmidt

1 Antwort

  1. In diesem Zusammenhang sei auch auf folgende Einladung verwiesen:

    Einladung: Mahnwache für Frauenrechte im Iran

    Wo: Vor dem iranischen Konsulat, Raimundstraße 90, 60320 Frankfurt am Main
    Wann: Montag, 20. Mai 2019
    Uhrzeit: 11.00 bis 12.30 Uhr
    Wetterbedingte Änderungen sind möglich

    Für die Menschenrechte im Iran!

    Die Islamische Republik Iran missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürger. Ein drastisches Beispiel dafür ist die völlig willkürliche Verurteilung der Menschenrechtsverteidigerin Nasrin Sotoudeh. Die Polizei verhaftete sie am 13. Juni 2018 ohne Vorwarnung. In ihrer Abwesenheit, ohne ihr Wissen und ohne Möglichkeit zur Verteidigung ist sie zunächst zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. In einem erneuten Prozess verhängten die Richter eine Haftstrafe von 33 Jahren und 148 Peitschenhieben für Anklagepunkte rund um Nasrin Sotoudehs Einsatz gegen den Kopftuchzwang. Die gesamte Menschenrechtslage in der Islamischen Republik Iran ist desaströs. Fast täglich werden dort Unschuldige hingerichtet, inhaftiert, verfolgt und diskriminiert. Die Opfer sind Gewerkschafter, Demokratie- und Umweltaktivsten, Frauenrechtlern, Angehörige von religiösen Minderheiten wie Bahá’í und Sufis, Bürgerrechtler, Homosexuelle und Internetaktivisten.

    Mahnwache zum Mitmachen
    Wir laden Sie ein, für Menschenrechte in der Islamischen Republik Iran einzustehen: Gemeinsam für die Freiheit und gegen die Verfolgung von Menschenrechtsverteidigern und Frauenrechtlern. Bringen Sie gerne Freunde und Familie mit.

    Was mache ich?
    Plakate halten, Unterschriften sammeln, Info-Flyer verteilen, mich und andere informieren …

    Mitbringen kann ich …
    … Transparente für Menschenrechte im Iran.

    Nicht mitbringen soll ich …
    … Transparente mit islamkritischen oder menschenrechtsfeindlichen Texten und Embleme jedweder Organisationen.

    Weitersagen & aktiv werden!
    Freunde, Familie und Umfeld informieren. Geben Sie diese Einladung gerne weiter. Den größten Erfolg erzielen Sie, wenn Sie die Aktion im persönlichen Umfeld vorstellen. Nur Mut.

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