Denkanstöße für das Solidaritätsläuten

Liebe zeitkritische Geister in kritischer Zeit.
Sehr geehrter Herr Apostolischer Nuntius Erzbischof Dr. Nicola Eterovic.
Sehr geehrte Herren Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe.
Sehr geehrte Herren Dekane und Pfarrer.
Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Vor einigen Tagen hatte ich Sie gebeten, am 29.08.2015 um 12:00 Uhr die Glocken der deutschen Kirchen läuten zu lassen, um der verfolgten Christen weltweit zu gedenken. Dies kann meiner festen Überzeugung nach ein Zeichen des Protestes und der Solidarität sein. Bereits zum 15.08.2015 um 12:00 Uhr hatten z. B. die Bischöfe Frankreichs, Belgiens, Luxemburgs und der Schweiz die Pfarrer gebeten, die Glocken rufen zu lassen: Die Kathedrale Notre Dame in Paris z. B. war auch aus diesem Grund überfüllt.

Wie ich Ihnen bereits vor kurzem schrieb ist der 29.08.2015 um 12:00 Uhr besonders sinnvoll auch für einen oekumenischen Glockenruf. Warum? An diesem Tag nämlich gedenken evangelische, katholische, anglikanische, orthodoxe und armenische Christen der Enthauptung Johannes des Täufers. Gerade dieser Tag könnte somit auch an die 21 ägyptischen und 30 äthiopischen Christen erinnern, die im Januar diesen Jahres von Mitgliedern des Islamischen Staates an einem romantischen Meeresstrand öffentlich enthauptet wurden. Die furchtbaren Bilder im Internet und teilweise auch in den Fernsehnachrichten zeigten, was Christenverfolgung bedeuten kann.

Ich möchte Sie nun bitten, einige wenige konkrete Beispiele der Unterdrückung, Verfolgung und auch Ermordung von Christen zu lesen wie die Evangelische Allianz sie regelmäßig dokumentiert und veröffentlicht. Ich würde mich freuen, wenn diese ganz wenigen Beispiele sowie das Vorbild anderer europäischer Pfarreien Ihnen ein Ansporn wären, auch die Glocken Ihrer Kirche
rufen zu lassen.

Mit nachdenklichem Gruß
Wilfried Puhl-Schmidt

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