Gedenken an einen Martyrer

Liebe kritische Geister in kritischer Zeit.

Gestern (2.8.2016) begingen nicht nur die Christen der Diözese Rouen (Normandie) in der Kathedrale zusammen mit Erzbischof Dominique Lebrun einen Gedenkgottesdienst zur Erinnerung an den 83-jährigen Pfarrer Jaques Hamel. Diesem war am 26.7.2016  in der Kirche von St.Etienne-du-Rouvray bei der Feier der Heiligen Messe von zwei Muslimen die Kehle durchgeschnitten worden. Auch deutsche Nachrichtensender berichteten von diesem Gedenken in Rouen. Die Kathedrale sei überfüllt gewesen und man habe die Übertragung des Gedenkens draußen auf Leinwänden mitfeiern können. In allen großen Kirchen und Kathedralen Europas wurden ebenfalls Gedenkfeiern  gestaltet.

Es sollte  eine Ehrung für Pfarrer Jaques Hamel sein, welcher einmal fast visionär gesagt hatte, dass er Priester sein wolle bis zum letzten Atemzug. Diesen seinen letzten Atemzug tat er als Martyrer während der Feier der Heiligen Messe unter dem Ruf „Allahu Akbar“ seiner Mörder.

Ich möchte, dass wir nach der rituellen Ermordung des Priesters Jaques Hamel nicht einfach zur Tagesordnung gehen. Daher bitte ich Sie, nochmals die beiden Artikel im Internet zu lesen, welche Sie unter „Priestermord in Frankreich(FOCUS)“ und “Priestermord in Frankreich(CICERO)” öffnen können. Auch empfehle ich Ihnen die Lektüre des Artikels, den Sie unter “Ein Priester bis zum letzten Atemzug” bezüglich des ermordeten Pfarrers “Jaques Hamel“ lesen können.

Nicht nur die Pfarrer und christlichen Gemeinden, welche ich durch meinen Newsletter erreiche, bitte ich, ein kleines Zeichen der Solidarität und des Gedenkens an die christliche Gemeinde in St. Etienne-du-Rouvray zu schicken. Auch jeder Christ oder Atheist, der das furchtbare Geschehen in den Medien miterlebte, könnte einige Zeilen zu Papier bringen. Es geht nicht um große Worte. Einige persönliche Sätze genügen, um eine innere Verbindung auszudrücken. Vielleicht finden Sie jemanden, welcher Ihre Gedanken in die französische Sprache überträgt. Aber sicher gibt es auch einen Deutschlehrer am Gymnasium in St. Etienne-du-Rouvray, welcher Ihre Zeilen übersetzt.

Die Postadresse des Gemeindepfarrers lautet:

Abbé Auguste Moanda Phuati
1 Rue Georges Guynemer
76800 St.Etienne-du-Rouvray.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sich unsere Briefe auf dem Schreibtisch des Pfarrers träfen.

In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichem Gruß
Wilfried Puhl-Schmidt

1 Antwort

  1. Ich möchte mit Ihnen die Stellungnahme des französischen Distrikts der FSSPX zur Ermordung des Priesters teilen:
    In Saint-Etienne-du-Rouvray hat der Islam den ersten Martyrer Frankreichs im 21. Jahrhundert hervorgebracht. Ein Mensch wurde umgebracht, ihm wurde der Hals durchgeschnitten. Nicht aus politischen Gründen, sondern tatsächlich aus Hass auf den Glauben. Es geschah in einer Kirche, es passierte während einer Messe. Es handelte sich um einen Priester und die Mörder zitierten bei ihrem Tun das islamische Glaubensbekenntnis. Das Martyrium im kanonischen Sinne ist damit vollständig charakterisiert.
    Es ist der Islam, der hier in Frage steht. Man will die Schuld auf einen sogenannten „Islamismus“ schieben, aber das ist ein Ablenkungsmanöver. Wie jeder weiß, lehnt die Mehrheit der Muslime in Frankreich diesen barbarischen, von Wilden, die den Islam vielleicht erst seit einigen Monaten praktizieren, verübten Gewaltakt ab und verurteilt ihn zweifellos voller Abscheu. Es handelt sich also nicht darum, die muslimische Bevölkerungsgruppe in ihrer Gesamtheit für dieses Verbrechen verantwortlich zu machen.

    Es ist höchste Zeit, dass unsere Politiker und kirchlichen Autoritäten der tödlichen Blauäugigkeit ein Ende setzen, die die Ausbreitung des Islam in unserem Land ermutigt, z. B. durch die Förderung der Öffnung neuer Moscheen oder sogenannter „muslimischer Kulturzentren“. Wie viele Opfer sind noch nötig, dass die Christenheit sich aus ihrer Erstarrung löst?
    Die Priester des französischen Distrikts der Priesterbruderschaft St. Pius X. versichern die Opfer dieses verabscheuungswürdigen Attentats, deren Familien und deren Angehöre ihrer Gebete.
    Ihre Gebete gehören auch ihren Landsleuten, die sich jeden Tag den Taten eines blinden Terrorismus ausgesetzt sehen. Sie versichern schließlich die Moslems ihrer Gebete, die selber Opfer des Islams sind, was man auch darin sieht, dass über dreißig Personen muslimischer Herkunft ihr Leben bei dem jüngsten Attentat in Nizza verloren haben.
    Gott möge sie erleuchten, dass sie den Glauben an Jesus Christus, den einzigen Erlöser der Menschen, annehmen.

    Pater Christian Bouchacourt,
    Oberer des französischen Distrikts der Priesterbruderschaft St. Pius X.
    Paris, 26. Juli 2016
    Quelle: 10. August Distrikt Deutschland Pius-Info
    Hervorhebungen von mir
    Anonym bleiben wollend.

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