Nationaler Egoismus gegen Heimkehr und Aufbau

Liebe zeitkritische Geister in kritischer Zeit.

Über ein Einwanderungsgesetz sollen Fachkräfte unter den straf-freien Asylbewerbern angeworben werden, um eine legale Möglichkeit zum Arbeiten und Leben in Deutschland zu erhalten. So informieren mich die Medien. Letztlich geht es darum, Fachkräften, welche aus verschiedenen Gründen aus dem Nahen Osten oder Afrika geflohen sind, den Weg auf den deutschen Arbeitsmarkt zu ebnen.

Unter „Fachkräften“ verstehe ich Schreiner, Ärzte, Maurer, Pflegepersonal, Ingenieure, IT-Spezialisten usw. Ich bitte den Leser meiner Zeilen um Antwort: Wer pflegt die kranken und alten Menschen z. B. in syrischen Dörfern während unsere Krankenhäuser und Altenheime eifrig Fachpersonal aus dem Nahen Osten anwerben und einstellen?

Sind es dann wieder die Teams der deutschen Ordensschwester Hatune Dogan und anderer Orden, welche sich in die Trümmer aufmachen, um seelische und körperliche Wunden zu heilen versuchen? Darüber lassen keine Chefredakteure der Zeitungen oder des öffentlichen Fernsehens berichten!

Mit politische korrekter Freude begrüßen staatliche, kirchliche und private Pflegeeinrichtungen die Idee, Flüchtlingsfrauen in der Pflege alter Menschen auszubilden, da ja bei uns Pflegenotstand bestünde. Ist dies nicht wie viele andere vergleichbare Pläne ein national-egoistischer Gedanke? Wer baut z. B. zerstörte Dörfer auf, wenn geflohene Maurer, Ingenieure usw. geködert werden in Deutschland zu bleiben?

Während Bischöfe aus dem Nahen Osten händeringend die Menschen bitten, in der Heimat zu bleiben bzw. zurückzukehren, predigen deutsche Kanzeln große Worte von Nächstenliebe und Familiennachzug. Da stimmt doch was nicht! Oder?

Bewusst verschweigen Kirche und Politik die riesige Aufbauphase in Syrien, welche jede Fachkraft braucht. Um einer sachlichen Information willen bitte ich Sie dringend, einen Bericht aus dem Jahr 2017 über die internationale Messe in Damaskus zu lesen. Diese Messe war und ist wieder die größte Wirtschaftsmesse im arabischen Raum und hat nach dem Ende des islamistischen Terrors wieder die Tore geöffnet. Ich bitte Sie ausdrücklich, eine 8-seitige Dokumentation zu lesen, welche Sie bei Google unter „Internationale Messe als Auftakt für den Wiederaufbau“ finden. Falls Ihr Drucker oder Kopierer defekt ist, schicke ich Ihnen gerne kostenlos und portofrei dieses wichtige Zeitzeugnis zu, damit Sie es vielleicht Nachbarn und Freunden zukommen lassen können.

Oft muss ich an Mohaamed Ayde denken. Er ist Großimam der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem. Wer in dieser drittwichtigsten Moschee des Weltislam predigt, findet Gehör. Er warf uns bereits im Oktober 2015 in einer Freitagspredigt erregt „geheuchelte Moral“ vor. Flüchtlinge würden nicht aus Nächstenliebe aufgenommen, sondern „wegen wirtschaftlicher Zwänge und wegen des Bedarfs an menschlichem Nachschub in die Fabriken“.

Mohmmed Ayde beklagt jedoch nicht nur unsere Heuchelei. Vielmehr fordert er unverhohlen und fast hinterhältig auf, muslimische Flüchtlinge aufzunehmen. Sie würden in Europa „zu einem Kalifat versammelt“.

Ich möchte keine Angst vor einem Kalifat schüren. Allerdings sollten wir über eine Kultur der Ausbildung von Flüchtlingen nachdenken, um ihr Heimatgefühl zu unterstützen, welches sie innerlich aufruft, sich nach der Rückkehr in ihre Heimat am Wiederaufbau zu beteiligen. Das hat letztlich etwas mit Deutschlands globaler Verantwortung zu tun.

Ebenso wie es eine Willkommenskultur geben musste, sollte es auch eine Kultur des Abschieds und der Heimkehr geben. Es geht um den Wiederaufbau einer Heimat, die sie in Deutschland nicht finden werden.

Mit freundlichem Gruß
Wilfried Puhl-Schmidt

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